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20.06.2008, 11:44 Uhr
Entscheidung über Wohnbau in öffentlicher Ratssitzung
Initiative der CDU-Ratsfraktion im Verwaltungsausschuss
Die Veräußerung der ehemaligen Bundeswohnungen und der Mietwohnungen in der ehemaligen Kuranstalt wird nicht hinter verschlossenen Türen durch den Aufsichtsrat der Wohnbau GmbH allein beschlossen, heißt es von der CDU. Auf Antrag der Ratsfraktion der Christdemokraten habe der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 16. Juni bestimmt, dass die Veräußerung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Rates der Stadt erfolgen dürfe. Fraktionssprecher Cornelius Akkermann nahm diese Entscheidung noch einmal zum Anlass, auf den vor einigen Wochen verteilten Flyer der Borkumer CDU hinzuweisen, der zwar aus anderen politischen Richtungen und von der Bürgermeisterin kritisiert worden sei, nach Auffassung der CDU jedoch ohne jegliche inhaltliche Substanz. Die Behauptung, die Wohnungen wären zu teuer erworben worden, werde nicht dadurch richtiger, dass man sie ständig wiederhole. Auch, so Cornelius Akkermann, falle das völlige Weglassen der Gründe für den Erwerb insbesondere im Interesse der Mieter und des insularen Fremdenverkehrs auf - es gelte nur die Forderung der Kommunalaufsicht auf eine Veräußerung als Entscheidungskriterium. „Die seit Ende 2007 vorliegenden Zahlen über einen Sanierungsstau in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro müssen genau analysiert werden - in Zeiten fehlender Gelder sind nur absolut unabwendbare Maßnahmen möglich. Ob dazu zum Beispiel tatsächlich eine komplette Fassadensanierung für rund 620.000 Euro und eine Umdeckung der Dächer für rund 770.000 Euro gehören müssen, muss auf den Prüfstand“, heißt es von Seiten der CDU. „Wir erwarten jetzt den angekündigten Verkaufsvorschlag der Geschäftsführung und werden dann genau rechnen und uns danach öffentlich äußern; keinesfalls wird die CDU den Weg des geringsten Widerstandes über den Verkauf aller städtischen Liegenschaften wählen und weiterhin um das „Tafelsiber“ der Stadt Borkum, das unsere Vorgänger mühevoll erworben und erhalten haben, kämpfen“, sagt Akkermann abschließend."

Borkumer Zeitung