Presse

Presse
30.01.2014, 18:00 Uhr | Borkumer Zeitung / Sylvia Loth
Borkumer Politiker fordern mehr Mitspracherecht für Jugendliche
Sozialausschuss berät über die Einführung eines Jugendparlaments
In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Gesundheit am vergangenen Donnerstag regte CDU-Ratsherr Joe Harms ein Borkumer Jugendparlament an. „Der Ausschuss führt in seinem Titel das Wort ‚Jugend‘“, erklärte Harms, „so- dass die Jugendlichen auch zu Wort kommen sollten“.
Zunächst verwies er darauf, dass das Angebot des Jugendhauses durch die neue Leitung deutlich verbessert wurde und das Haus mittlerweile sehr gut angenommen werde. Für das erweiterte Angebot bedankten sich die Schülersprecher im Namen aller Jugendlichen am diesjährigen Neujahrsempfang im Heimatmuseum. An diesem Punkt setzt die Idee von Harms an, der die Beteiligung des Nachwuchses bei kommunalen Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen als „stiefmütterlich“ bezeichnet. „Hier findet so gut wie keine Mitsprache, geschweige denn Mitgestaltung statt“, sagte er. Zugleich verwies der Christdemokrat auf andere Kommunen wie die Gemeinde Brookmerland, die Anfang Februar bereits zum dritten Mal die Wahl eines Jugendgemeinderates durchführt. Dieser bestehe aus 11 Sitzen, für die es 20 Bewerber gebe und 1600 Wahlberechtigte zwischen zehn und 18 Jahren.

Im Rahmen des Jugendgemeinderates werden Projekte entwickelt und Ideen gestaltet, die an die Verwaltung und Politik weitergeleitet werden. Der Jugendsamtgemeinderat (Jsgr.) ist das Jugendparlament der Samtgemeinde Brookmerland. Bereits seit sechs Jahren besteht dieses Projekt und wird gut angenommen. Damals hatten Jugendliche einen Antrag auf die Errichtung eines Jugendparlaments gestellt. „Von daher rege ich an, dass die Verwaltung und der Sozialausschuss zur nächsten Sitzung Borkumer Jugendliche einlädt, um zu diskutieren, welchen Handlungsbedarf sie sehen“, erklärte Harms. So wolle er herausfinden, ob es Sinn macht, ein Jugendparlament auch auf Borkum einzurichten. Bürgermeister Georg Lübben verwies darauf, dass er jedes Jahr ein Gespräch mit den Schulsprechern führe, und sprach sich für diesen Vor- schlag aus. „Natürlich müssen wir erst einmal feststellen, ob Interesse besteht und die Wünsche und Ideen auch umsetzbar sind“, fügte er hinzu. Die Politiker waren sich einig, dass die Schulsprecher der Inselschule zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen werden sollen und als Beisitzer beziehungsweise beratende Mitgliedern fungieren. Auch eine Sitzung in der das Thema „Jugend“ im Mittelpunkt steht, können sich die Ausschussmitglieder vorstellen.
Kommentar schreiben