Presse

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07.02.2014, 00:00 Uhr | Borkumer Zeitung, Joe Harms
CDU-Fraktion: Neubau eines modernen Kultur-, Kongress- und Kommunikationszentrums
Borkum: Nutzungskonzept der Kulturinsel überholt – Nach 40 Jahren wollen Politiker eine Erneuerung
Die Borkumer Kulturinsel ist in die Jahre gekommen und wird, laut der CDU-Fraktion, den Ansprüchen an ein modernes Kultur, Kongress- und Kommunikationszentrum nicht mehr gerecht.
Kulturinsel (rechts) und Gezeitenland Borkum
Beispielhaftseien hier die fehlenden Tagungskapazitäten mit moderner Konferenztechnik, das Konfliktfeld der gemeinsamen Nutzung des großen Saals durch Kino- und andere Veranstaltungen, die veraltete Bühnen- und Technikausstattung, der mangelhafte Veranstaltungsservice, das altbackene Ambiente und die fehlende Nutzung als Treff-und Kommunikationszentrum durch Gäste und Insulaner genannt. „Die Ärztetagung beispielsweise platzt aus allen Nähten“, sagt Monika Harms. „Die Hotels sind nicht mit Tagungsräumen ausgestattet.“ Zudem tagen in diesem Frühjahr erstmals Niedersachsens Fachärzte für Pädiatrie auf Borkum. „Um diese und ähnliche Veranstaltungen öfter auf der Insel auszutragen, muss den Teilnehmern der aktuelle Standard geboten werden“, erklärt Monika Harms.

Der Erhalt des maroden Gebäudes ist jährlich mit erheblichen Kosten verbunden. Gerhard Begemann erklärte, dass eine vollständige Sanierung, mit allen energetischen Maßnahmen, genauso teuer sei wie ein Neubau. Allein durch die Gebäudestruktur bedingt, ist eine energetisch nachhaltige Bewirtschaftung nur bedingtmöglich. Die eingeschränkte Nutzung und die sich in den nächsten Jahren summierenden Kosten für die Unterhaltung und Sanierung machendes nach Ansicht der Christdemokraten zwingend erforderlich, einen kompletten Neubau anzustreben. Dementsprechend wurde gestern Abend im Aufsichtsrat der Borkumer Wirtschaftsbetriebe die Bildung einer Planungsgruppegefordert, die sich mit dem Thema befassen soll. Die sich abzeichnenden Probleme, wie beispielsweise die Auswahl des Grundstücks, Baukosten, Bauplanung und -begleitung, eine Machbarkeitsstudie als Grundlage für Förderanträgeund die Frage, ob während der Bauphase die alte Kulturinselweiter genutzt werden kann, erfordern die unmittelbare Bildung einer Planungsgruppe. Planung und Neubau werden sich über Jahre hinziehen. Fördergelder können erst durch die Planungsgruppe in Angriff genommen werden, sodass die CDU-Fraktion zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Vorschläge vorweisen kann.
Mit dem geplanten Neubau, verbunden mit der Integration eines neuen Kinos, einer Diskothek, einer multimedialen Erlebniswelt, einer ansprechenden Gastronomie, bietet das neue Kultur-, Kongress und Kommunikationszentrum die einmalige Chance, den Tourismusstandort Borkum und das damit verbundene Angebot nachhaltig auf Weiterhin ist davon auszugehen, dass mit einem interessanten, vielfältigen Nutzungskonzept das Interesse der Gäste zunehmen wird und ein integriertes neues Kino, eine moderne Diskothek und eine multifunktionale Kleinkunstbühne alle Borkumer Altersgruppen ansprechen wird und sich der Neubau zu einem innovativen Treffpunkt entwickelt. Cornelius Akkermann verwies darauf, dass die Kulturinsel erbaut wurde, um ein Treffpunkt für Gäste und Insulaner zu sein. Allerdings werden bis auf wenige Ausnahmen nur noch Veranstaltungen für Gäste angeboten. Die CDU-Fraktion ist sich einig, dass für die Vereine dringend Plätz geschaffen werden muss. „Derzeit kommt es öfter zu Kollisionen mit dem Kino, das im Großen Saal der Kulturinselaufgebaut wird“, erklärt Cornelius Akkermann.
Bereits 2011 wurde von Insulanern in so genannten Kompetenzteams in Zusammenarbeit mit dem ift/ Freizeit- und Tourismusberatung GmbH Köln ein Tourismuskonzept mit dem Titel „Die Zukunft im Blick“ entwickelt. Im Rahmen der Entwicklung von Masterprojekten wurde von Aufsichtsratsmitglied Joe Harms die „Sprengung der Kulturinsel“ vorgeschlagen. Sein Vorschlag mündete Inder Forderung nach einem Neubau und der Schaffung eines modernen Kultur- und Kommunikationszentrums mit Ausstellungsräumen, Seminarräumen, ansprechender Gastronomie, integriertem Kino und neuer Bühne (Tourismuskonzept Borkum. Die Zukunft im Blick. Endbericht. Borkum, Köln, Dezember2011, Seite 13).
In ihrem Arbeitsprogramm zur Kommunalwahl 2011 setzten sich die Christdemokraten für die Neuentwicklung eines Kultur-, Tagungs- und Kommunikationszentrum als Begegnungsstätte für Gäste und Insulaner ein. Mittlerweileschreiben wir das Jahr 2014.Laut der CDU-Fraktion wird es Zeit, dass alle Beteiligten sich konstruktiv mit dem Themaauseinandersetzen und eine Arbeitsgruppe für die Planung eingerichtet wird.
 
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